Die kleine Stadtbeetreportage: ,,Warum machen wir das so?"

Warum naturnahes Gärtnern den Garten im Winter in Ruhe lässt

Viele traditionelle Gartenratgeber empfehlen den Garten "aufzuräumen" Beete abzuräumen und Blätter wegzufegen.

Doch aus ökologischer Sicht ist das Gegenteil sinnvoll. Stengel und Samenstände bieten Lebensraum. Abgeschnittene Pflanzen nehmen Insekten ihre Überwinterungsplätze. Stehen gelassene Stengel beherbergen Larven, Puppen und erwachsene Tiere. Laub schützt und nährt den Boden. 
Eine natürliche Laubschicht 

  • schützt die Bodenlebewesen vor Frost 
  • fördert die Humusbildung 
  • dient als Unterschlupf für Kleinst- und Kleintiere. 

Weniger Eingriffe bedeuten mehr Artenvielfalt. Wer den Garten in Ruhe lässt, ermöglicht ein ganzes Winterökosystem, unsichtbar aber wertvoll. Diese Ruhe fördert die natürlichen Kreisläufe. Im Frühjahr zerfallen abgestorbene Pflanzenreste, geben Nährstoffe frei und fördern ein lebendiges Bodenleben und gesunde Pflanzen ohne künstliche Düngemittel. 
Um dieses Winterökosystem zu unterstützen haben wir an verschiedenen Stellen "Auffangstationen" für Laub und Schnittgut. Dorthin bringen wir Abschnitte und Laub welches über die Anlagen hinaus ragt. Somit können unsere Anlage ruhen und wir schaffen noch mehr Lebensraum.