Nachhaltig in die Zukunft: Energiekonzept Kindergarten Sonneninsel

Im September 2025 konnten wir mit dem Kindergarten offiziell in Betrieb gehen– und mit der Fertigstellung der Außenanlagen ist die Sonneninsel nun auch äußerlich das geworden, was sie von Anfang an sein sollte: ein Ort, der zeigt, wie zukunftsfähiges und kindgerechtes Bauen zusammengehen.

Das Gebäude ist konsequent in ökologischer Holzbauweise errichtet. Wände und Decken bestehen aus Fichten-Massivholz, die Dämmung aus Holzfaser, die Fassade aus vorvergrauten Lärcheleisten. Das verbaute Holz bindet langfristig 154 Tonnen CO₂. Für Heizung und Kühlung setzt die Sonneninsel auf oberflächennahe Geothermie. Auf einer Fläche von 400 Quadratmetern wurden acht Schlauchstränge mit insgesamt 1,5 Kilometern Länge bis zu vier Meter tief in den Boden verlegt. Über Sole entzieht das System dem Erdreich im Winter Wärme, die eine Wärmepumpe in Heizenergie umwandelt – verteilt über die Fußbodenheizung. Im Sommer funktioniert das Prinzip umgekehrt: Die Erde gibt Kühle ab und sorgt für angenehme Raumtemperaturen, ganz ohne konventionelle Klimaanlage.  Den Strom liefert eine Photovoltaikanlage mit 35 kWp Spitzenleistung, deren Module in Ost-West-Ausrichtung auf dem Dach installiert sind. Sie versorgen das gesamte Gebäude, betreiben Wärmepumpe und Lüftungsanlage – und speisen überschüssigen Strom ins öffentliche Netz ein.

Regenwasser wird vom Dach in einer unterirdischen Zisterne gesammelt. Überschüssiges Wasser versickert über Retentionsschläuche im Erdwärmefeld und hält den Boden feucht – was die Effizienz der Geothermieanlage verbessert. Den Kreislauf schließt die Verdunstung, die das Wasser schließlich wieder als Regen aufs Dach zurückbringt. Mit der Fertigstellung der Außenanlagen ist die Sonneninsel nun auch im Garten angekommen. Für die Kinder ist der Garten nicht nur Spielraum, sondern täglicher Lernort – Natur, die man anfassen, riechen und schmecken kann.