Wasserverband Rems - starker Partner beim Thema Hochwasserschutz

Bild: Becken Nummer 1 Schwäbisch Gmünd/Reichenhof

Hochwasser, Starkregen und Pegelmessungen

In der vergangenen Gemeinderatssitzung war der technische Geschäftsführer, Herr Sieg, anwesend und erläuterte die Aufgaben des Wasserverband Rems sowie die anstehende Projekte und Aufgaben.
 
Im Wasserverband Rems haben sich das Regierungspräsidium Stuttgart, die Landratsämter Ostalb und Rems-Murr sowie 12 Remsanliegergemeinden zusammengeschlossen, um die Menschen an der Rems vor Hochwasser zu schützen. Hierfür baut der Verband entlang der Rems Hochwasserrückhaltebecken und örtliche Hochwasserschutzmaßnahmen.

Zusätzlich strebt der Wasserverband Rems die Aufwertung der Gewässerlandschaft und die ökologische Verbesserung der Rems an.

Bis dato wurden folgende Hochwasserrückhaltebecken realisiert:
Nr. 1 Schwäbisch Gmünd/Reichenhof
Nr. 9 Lorch/Waldhausen
Nr. 6 Schorndorf/Winterbach
Nr. 4 zwischen Plüderhausen und Urbach
 
Das Becken Nummer 1 im Bereich Reichenhof ist ein sogenanntes Regel- und Entlastungsbauwerk, welches für ein 5000-jähriges Hochwasser ausgelegt ist und 770.000 cbm fasst. Die Steuersystematik enthält sowohl eine digitale, wie auch ein analoge Bedienmöglichkeit.
Das Becken Nummer 9 im Bereich Waldhausen hat ein Speichvolumen von 760.000 cbm und zeichnet sich neben den Stauräumen für den Hochwasserfall insbesondere auch durch die dortige Habitate aus.
 
Der Wasserverband Rems will auch in Zukunft im Bereich Hochwasser und Starkregen zusammen mit seinen Mitgliedsgemeinden, darunter auch unsere Stadt Lorch, gut aufgestellt sein. Daher sind einige Projekte und Maßnahmen aktuell geplant. Neben der Aktualisierung der Hochwassergefahrenkarten, soll ein neues Pegelleitsystem mittels Ultraschallmessung zur frühzeitigen Erkennung von Hochwasserlagen auch an den Seitenzuläufen – die nicht  im Verantwortungsbereich des Wasserverbands liegen - installiert werden. Unsere Stadt wird dabei eine Pilotrolle einnehmen, denn zur Beprobung wurde bereits am Walkersbach ein Pegel mit Kameraüberwachung installiert, weitere sollen beispielsweise am Götzenbach, Aimersbach sowie ggf. weitere Seitenzuläufe in den nächsten Wochen installiert werden (Bild zeigt beispielhaft einen solchen Pegel).
Des Weiteren strebt der Wasserverband Rems die Erstellung einer Starkregengefahrenkarte für das Verbandsgebiet an. Für das 670.000 Euro-Projekt wurden bereits Förderungen beantragt sowie die ersten Daten erhoben.
 
Bürgermeisterin Funk sowie die Mitglieder des Gemeinderats zeigten sich erfreut, dass die Stadt in enger Zusammenarbeit mit dem Wasserverband Rems Optimierungs- und Verbesserungsmöglichkeiten im Bereich Hochwasser- und Starkregen anstrebt. Besonders dankbar sei man, dass ein große Fach- und Sachverstand des Wasserverbands, in der Person des technischen Geschäftsführers, hier zur Verfügung stehe.