Rücksichtsvolles Verhalten in Feld, Wald und Flur

Für ein gutes Miteinander

Feld- und Wiesenwege haben viele Funktionen. Landwirtschaftliche Flächen dienen der Produktion von hochwertigen Nahrungs- und Futtermitteln, die für uns alle erzeugt werden. Die Arbeiten auf Äckern und Wiesen sind wetterabhängig. Bei schönem Wetter drängt es aber auch viele ins Freie, um die Natur zu genießen. Allerdings gibt es gerade dann in der Landwirtschaft viel zu tun – auch am Wochenende. Da kann es auf den schmalen Wirtschaftswegen schnell eng werden. Die landwirtschaftlichen Maschinen nehmen durch ihre Breite fast den ganzen Weg ein, sind schwer zu manövrieren und können Ihnen nicht so einfach ausweichen. Deshalb sollten Sie hier vorausschauend handeln und dem landwirtschaftlichen Verkehr Vorrang gewähren. Ihnen als Freizeitsportler oder Spaziergänger fällt es leichter, auf den Randstreifen auszuweichen.
 
Parkende Fahrzeuge auf Feldwegen erschweren den Landwirten oft das Durchkommen mit breiten Maschinen. Bitte nutzen Sie offizielle Parkmöglichkeiten und beachten Sie die Beschilderung „Landwirtschaftlicher Verkehr frei“ – solche Wege dürfen von Autos oder Motorrädern nicht befahren werden.
 
Landwirtschaftlich genutzten Flächen dürfen während der Nutzzeit nicht betreten werden. Dies ist in der Regel die Zeit zwischen Saat und Ernte bei Grünland ist es die Zeit des Aufwuchses und der Beweidung. Auch Flächen, die dem Garten-, Obst- und Weinbau dienen, dürfen nur auf Wegen betreten werden. Das Betretungsverbot gilt für Menschen wie Hunde gleichermaßen.
 
Egal ob die Flächen eingezäunt sind oder nicht, das widerrechtliche Betreten landwirtschaftlicher Flächen kann ernste Schäden an den Pflanzen verursachen. Dies gilt insbesondere auch für Wiesen. Das Gras wird zertreten, kann schlecht gemäht werden, die Futterqualität leidet. Auch Fahrgassen im Getreidefeld dürfen nicht betreten werden. Es sind bewusst angelegte Fahrspuren für landwirtschaftlichen Maschinen und Pflegemaßnahmen durchzuführen ohne die wachsenden Pflanzen zu überfahren.
 
Bitte bleiben Sie auch beim Waldspaziergang, aus Rücksicht auf Wildtiere und junge Bäume, auf erkennbaren Wegen. Beachten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit unbedingt Absperrungen bei Waldarbeiten.
 
Für Radfahrer, Mountainbiker und Reiter gilt, dass Radfahren und Reiten nur auf geeigneten Wegen und Straßen erlaubt ist, die eine Mindestbreite von zwei Metern aufweisen. Bitte handeln Sie verantwortungsbewusst und lassen Sie dem scheuen Wild seinen ungestörten Lebensraum.
 
Hundehaufen im Feld, im Weinberg oder auf Wiesen sind ein großes Ärgernis. Auf den Äckern produzieren die Bauern neben Getreide auch frische Produkte wie Salat, Obst und Gemüse, das direkt vom Feld in die Ladentheke kommt. Auf Wiesen und Äckern wird Futter für Rinder, Schafe, Pferde und Ziegen angebaut, das hygienisch einwandfrei sein muss. Bitte handeln Sie verantwortungsbewusst und vorbildlich und entfernen Sie Hundekot umgehend. Bitte den Beutel nicht in der Natur entsorgen! Plastik und Hundekot können sonst ungewollt in den Nahrungskreislauf gelangen.
 
Frei laufende Hunde können Weidetiere in Panik versetzen und Wildtiere sowie Vögel aufschrecken. Lassen Sie daher Ihren Hund bitte nicht einfach frei stöbern, sondern führen Sie ihn an der Leine. Bitte lassen Sie Ihren Vierbeiner nicht auf bestellten Ackerflächen oder Wiesen rennen.
 
Lassen Sie bitte keinen Müll auf Wiesen und Feldern zurück. Weggeworfene Flaschen, vergessenes Hundespielzeug, Scherben oder Dosen können ins Futter von Nutztieren gelangen und die Tiere lebensgefährlich verletzen. Zudem können diese Gegenstände teure Schäden an Maschinen verursachen. Entsorgen Sie deshalb Abfälle in öffentlichen Mülleimern oder zu Hause.
 
Auf ein gutes Miteinander!