Limeswanderweg

Wachturm der Römer

auf den Spuren der Römer in Lorch

Wie bereits Anfang Mai diesen Jahres angekündigt, werden wir in unregelmäßigen Abständen, schöne Spaziergänge und Wanderungen in und um Lorch vorstellen. Ein besonders reizvoller Abschnitt des Limes-Wanderweges führt durch unsere Gemarkung in Lorch. Besonders auch im bunten und goldenen Herbst und den Ferien kann dieser Weg begangen werden. 

Die Wanderung kann am rekonstruierten römischen Wachturm oberhalb des Klosters Lorch, der am markantesten Punkt des obergermanisch-rätischen Limes, am sogenannten Limesknie, gestartet werden. Ein kostenfreier Wanderparkplatz befindet sich ca. 200 Meter vom Wachturm entfernt, rechterhand der Straße nach Bruck.
 Nach der Besichtigung des Wachturms mit Ausblick, ist die Straße kurz oberhalb des Turmes in Richtung Brück zu queren und dem Schotterweg zu folgen. Das Wegzeichen Limes-Wanderweg und der rote Balken weisen fortan den Weg. Dieser Weg führt auch Richtung Schelmenklinge, wobei der Weg Richtung Schelmenklinge nach 700 Meter in Richtung Tal verlassen wird. Unten ist zunächst dem Bachlauf aufwärts zu folgen, immer links halten und danach in einer scharfen Linkskurve rechts auf einen Waldpfad abzubiegen.  Die Wanderung führt durch den urwüchsigen Pfahlbronner Wald. Überreste mehrere Wachtürme mit entsprechenden Informationstafeln bieten anschauliche Einblicke ins Leben der Römer.  Unmittelbar nach Überschreiten der Markungsgrenze zwischen Lorch und Alfdorf befindet sich ein sehr seltener Fund, der bis heute nicht sicher gedeutet werden kann. In einem stufenförmig abfallenden Felsen befinden sich mehrere teilweise parallel zueinander verlaufende künstliche Rinnen mit einer Tiefe von bis zu 10 cm. Schon von der Reichslimeskommission wurden diese Rinnen mit dem Limes in Verbindung gebracht, wobei der parallele Verlauf zu dem hier nachgewiesenen Limes ein wichtiges Indiz für die zeitliche Zuordnung darstellte.
Schon auf den ersten Blick fällt die Ähnlichkeit zu Geleisstraßen auf. In der Antike und im Mittelalter wurden in steilen Abschnitten Rinnen in den Fels gehauen, um für die Wagen eine sichere Fahrmöglichkeit zu schaffen. Deshalb ist es naheliegend, dass es sich hier um Reste einer parallel zum Limes verlaufenden Begleitstraße handelt.
Die Spurbreite von 1,10 m könnte allerdings auch auf mittelalterliche Spuren hinweisen, da der gesicherte römische Radabstand zwischen 1,30 und 1,40 m beträgt.
 Wenn dem steilen Weg weiter bergaufwärts gefolgt wird, verlässt man nach kurzer Zeit den Pfahlbronner Wald und erreicht den Alfdorfer Ortsteil Breech.

Alternativ zu diesem Teilabschnitt, steht auch ein Rundwanderweg zur Verfügung. Weitere Informationen hierzu unter www.stadt-lorch.de, Rubrik Freizeit&Tourismus, Abschnitt Limes.