Lebensader wieder geöffnet

Remsbrücke konnte kurz vor Weihnachten für den Verkehr freigegeben werden

Zwei Tage vor Weihnachten war es soweit: die Remsbrücke konnte nach knapp 11-monatiger Bauzeit wieder dem Verkehr freigegeben werden. Aufgrund der bestehenden Ausnahmesituation fand die offizielle Übergabe mit Landrat Dr. Bläse und Bürgermeisterin Funk im kleinsten Kreise unter Anwesenheit weniger Kreis- und Stadträte, Verantwortlichen der beauftragten Firma sowie Mitarbeiter des Landkreises statt.

Landrat Dr. Bläse führte in seiner Ansprache aus, dass der Kreis immer die Renovierung und den Neubau alternativ prüfe. Bei der über 80 Jahren alten Brücke sei definitiv ein Neubau erforderlich gewesen. Die Kosten des Neubaus hätten sich auf 1,43 Millionen Euro belaufen, wobei darin auch die Verbreiterung der Brücke enthalten sei.  Erfreulicherweise habe das Land die Brücke mit 800.000 Euro gefördert. Die Bauzeit sei zweifelsohne mit Einschränkungen verbunden gewesen, im vorliegenden Fall habe er jedoch keinerlei Beschwerden erhalten. Er freue sich daher sehr, dass die Brücke im geplanten Zeitfenster eröffnet werden könne.

Bürgermeisterin Funk begrüßte anschließend die Anwesenden bei strahlendem „Kaiserwetter in der Stauferstadt“. Sie bekannte, dass während den Arbeiten an der Brücke zwei Herzen in ihrer Brust geschlagen hätten. Zum einen besorgt im Hinblick auf den Verkehr, der vom Bahnhof abgeschnitten gewesen sei und über Alternativrouten laufen musste sowie auch das Hochwasser, welches nur wenige Zentimeter unter dem Neubau durchfloss. Andererseits habe sie sich sehr über die Investition des Kreises sowie den raschen und reibungslosen Fortschritt gefreut. Der Fortschritt der Arbeiten an der „Lebensader“ seien auch stetig Thema im Ort gewesen und entsprechend mit Interesse beobachtet worden.

Hintergrundinformationen: Die Remsbrücke stammt noch aus dem Jahre 1939.Bei den turnusmäßigen Bauwerksprüfungen wurden am alten Bauwerk Schäden festgestellt, die die Standsicherheit und Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Im Zuge des Ersatzneubaus wurde die bisherige Fahrbahnbreite von 5,25 m auf eine Fahrbahnbreite von 6,50 m verbreitert. Ebenso wurde der Gehweg auf der Seite Oberstrom von 1,10 m auf insgesamt 2,75 m verbreitert, um diesen zukünftig als Rad- und Gehweg nutzen zu können.  Auf der Unterstromseite wurde der vorhandene Gehweg von 1,10 m auf eine Breite von 1,50 m ausgebaut.