Deutscher Wandertag – Event, das ins gesamte Remstal strahlt

Vorstellung des Mobilitätskonzepts in Lorch

Gut sechs Wochen vor dem Start des 121. Deutschen Wandertags 2022 in Fellbach und im Remstal haben die Verantwortlichen ihr Mobilitäts- und Nachhaltigkeitskonzept für das Großevent vorgestellt. Nach einer Begrüßung durch Bürgermeisterin Marita Funk, wurde bei einem Pressegespräch mit Herrn Landrat Sigel (Rems-Murr-Kreis), Erster Landesbeamtin Seefried (Ostalbkreis), Vertreter des ÖPNVs und Schwäbischen Albvereins über die Details informiert. 
Unsere Stadt war als Ort für das Gespräch ausgesucht worden, weil diese genau an der Kreisgrenze vom Rems-Murr-Kreis und dem Ostalbkreis und damit an der Geltungsbereichsgrenze der Verkehrsverbünde OstalbMobil und Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) liegt.

Insgesamt konnten drei Verkehrsunternehmen als Mobilitätspartner für das Großevent gewonnen werden, das sich über vier Landkreise erstreckt – nämlich der Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) sowie der Verkehrsverbund OstalbMobil und die Mobilitätsmarke bwegt in Baden-Württemberg. „Nur durch diese Kooperation ist es auch möglich, dass die Besitzer der Wandertagsplakette ‚Remsi‘ zwischen dem 3. und 7. August den ÖPNV kostenfrei nutzen können und unkompliziert mit Bus und Bahn zu den Ausgangspunkten der meisten Wanderungen und Veranstaltungen im gesamten Remstal gelangen“, sagte der Landrat des Rems-Murr-Kreises, Dr. Richard Sigel. 
Dass das gesamte Gebiet des Wandertags geradezu prädestiniert sei, um mit Bus und Bahn entdeckt zu werden, betonte Gabriele Seefried, Erste Landesbeamtin Ostalbkreis. „Unser Gebiet hier – das Wandergebiet des Wandertags – bietet eine hohe Verkehrsmittelvielfalt und -dichte und ist sehr gut erschlossen“, so Seefried. Die Wandertags-Gäste könnten sich hier ganz problemlos mit dem Bus, mit dem Zug, mit der S-Bahn oder in Fellbach sogar mit der U-Bahn aus Stuttgart fortbewegen. 

Über ein dichtes Netz verfügt auch der Verbund OstalbMobil: Alleine in seinem Gebiet, das von Lorch-Waldhausen über Bopfingen bis nach Nördlingen reicht, werden pro Jahr elf Millionen Kilometer von Bus und Bahn zurückgelegt. „Auch bei uns sind die Gäste mit ‚Remsi‘ kostenfrei unterwegs, allerdings nur in dem Teil des Gesamtgebiets, der im Remstal liegt, also die Buslinien an unserem Schienenstrang entlang der Rems “, erläuterte OstalbMobil-Geschäftsführer Paul-Gerhard Maier. 

Den Einsatz längerer Züge während des Wandertags auch am Wochenende sowie eine engmaschige Taktung aus dem und ins Remstal plant der VVS. „Somit können zur Abschlussfeier und zum großen Festumzug am Sonntag, 7. August, alle gut mit dem ÖPNV nach Fellbach anreisen“, führte der VVS-Marketingleiter Michael Terbeck aus. 
Terbeck wies zudem darauf hin, dass die S-Bahnstrecke zwischen Stuttgart-Hauptbahnhof (tief) und Vaihingen in den Sommerferien wegen lang geplanter und groß angelegter Baustellen nicht befahrbar sei. „Somit halten an den Stationen Hauptbahnhof (tief), Stadtmitte, Feuersee, Schwabstraße, Universität und Österfeld keine S-Bahnen. Allerdings wird die Strecke zwischen Fellbach und Stuttgart Hauptbahnhof (oben) von der S2 durchgehend bedient, während die S3 nur zwischen Backnang und Stuttgart-Bad-Cannstatt verkehrt.“ Selbstverständlich werde hier ein Schienenersatzverkehr eingerichtet, so Terbeck weiter. Die Fahrgäste sollten sich jedoch auf eine etwas längere Fahrzeit und mehrere Umstiege einstellen. 

Ein gutes Zusammenwirken zum Thema „Nachhaltigkeit“ gebe es beim 121. Deutschen Wandertag 2022 nicht nur beim ÖPNV, sondern auch bei der gesamten Organisation. Dies zeige sich unter anderem auch in der engen Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden und -organisationen sowie dem Forstbetrieb. „Wir versuchen, keine Wanderungen und Aktivitäten in besonders schützenswerten Gebieten wie etwa Biotopen durchzuführen und verzichten auf zusätzliche Beschilderung oder auch mobile Stationen im Wald“, betonte Dr. Richard Sigel. 

Besonders wichtig ist Nachhaltigkeit auch dem Schwäbischen Albverein, dem Partner des 121. Deutschen Wandertags 2022. Wandern sei an sich sehr nachhaltig – aber ganz besonders dann, wenn die Menschen mit dem ÖPNV anreisten, betonte Albvereinspräsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß. Wanderführerin und Vizepräsidentin des Vereins, Regine Erb, wies auf die ausgeklügelte Planung der Wanderungen hin, um sie ÖPNV-kompatibel zu machen. „Wir haben uns viele Gedanken darüber gemacht und die Touren so konzipiert, dass die meisten der Startpunkte gut mit dem ÖPNV erreichbar sind“, sagte Erb. Alle Wanderführerinnen und Wanderführer seien geschult, um „mit den vielen kleinen Informationen am Wegesrand über Natur, Flora und Fauna“ bei Groß und Klein Verständnis für Natur- und Artenschutz zu wecken. Dies sei für den Schwäbischen Albverein ein besonders wichtiges Anliegen. „Wir sind ja nicht nur Wanderverein, sondern auch ein anerkannter Naturschutzverband.“

Weitere Infos zum Wandertag und Mobilitätskonzept online https://dwt2022.de/