Bei uns vor Ort: Schelmenklinge

Noch bevor man einen Blick in die Tiefen der Schelmenklinge erhaschen kann, dringt ein gleichmäßiges, metallenes Klopfen an das Ohr des Besuchers. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass die beliebten Wasserspiele in Betrieb sind.
Die Ortsgruppe Lorch des Schwäbischen Albvereins kümmert sich seit Jahren liebevoll um die Pflege der urwüchsigen Schlucht mit ihren Wasserspielen, die von Mai bis Oktober vor allem die Herzen der Kinder erfreuen.
 
 
Wanderwege zur Schelmenklinge
 
Zu erreichen ist die Schelmenklinge auf verschiedenen Wegen.
Von Bruck Richtung Lorch fahrend, verlässt man die B297 nach rechts ca. 200 m nach dem Ortsende Bruck. Ein kleines, buntes Windrad zeigt hier bereits den Einstieg in die Schelmenklinge an. Dies ist der schnellste und imposanteste Zugang zur Schelmenklinge. Der obere Teil des Weges ist aber recht steil, außerdem ist eine Stahltreppe zu überwinden.
 
Geruhsamer kann der Wanderer dieses Naturkleinod über die Götzentalstraße erreichen. Vom Parkplatz am Bahnhof gelangt man schnell in die Götzentalstraße und von dort über eine ebene Schotterstraße zum rechterhand liegenden Eingang der Schelmenklinge. Dieser Weg ist auch für Kinderwägen geeignet.
 
Wer seine Wanderung etwas ausdehnen möchte, kann sein Auto auf dem Parkplatz oberhalb des Klosters Lorch abstellen. Sobald man die B 297 überquert hat, führt ein schöner Wanderweg ins Götzenbachtal. Er mündet auf den Waldweg vom Parkplatz Götzenmühle zur Schelmenklinge.
 
 
Zur Geschichte der Schelmenklinge
 
Die Schelmenklinge ist nicht erst in jüngster Zeit ein beliebtes Ausflugsziel für Groß und Klein.
Bereits Ende des 19. Jahrhunderts zog es die Wanderer in diese urwüchsige Sandsteinschlucht, so dass die Schelmenklinge im Jahr 2010 ihr 125-jähriges Jubiläum feiern konnte. Im Lauf vieler Jahrzehnte beteiligten sich Lorcher Bürger immer wieder an der Instandhaltung. Findige Bastler stellten irgendwann kleine Wasserspiele auf. 1995 nahm dann die Ortsgruppe Lorch des Schwäbischen Albvereins die Schelmenklinge in ihre Obhut und pflegt diese nun zwischenzeitlich seit mehr als 25 Jahren. Im Jubiläumsjahr erschien eine Festschrift, die viele Details und Informationen enthält.