Bebauungsplan und örtliche Bauvorschriften „Osterwiesen II“, Gemarkung Lorch

– Entwurfsbeschluss des Bebauungsplans mit zeichnerischem Teil, Textteil und Begründung
– Auslegungs- und Beteiligungsbeschluss des Bebauungsplan-Entwurfs

Der Gemeinderat der Stadt Lorch hat in seiner Sitzung am 21.10.2021 gem. § 2 Abs.1 BauGB den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Osterwiesen II“, Gemarkung Lorch gefasst. Dieser wird im beschleunigten Verfahren nach § 13b BauGB aufgestellt. Es wird darauf hingewiesen, dass im beschleunigten Verfahren auf die frühzeitige Beteiligung und Auslegung, auf eine Umweltprüfung, einen Umweltbericht und eine Umweltüberwachung, eine Eingriffs- / Ausgleichsbilanzierung und auf eine zusammenfassende Erklärung verzichtet wird. Artenschutzrechtliche Belange sind jedoch immer zu beachten. Eine artenschutzrechtliche Vorprüfung wurde von Dipl.-Ing. Annette Titze von outdoor ART durchgeführt. Die Übersichtsbegehung Artenschutz mit Habitatpotenzialanalyse vom September 2021 ergab keine Verbotstatbestände nach § 44 Abs. 1 BNatSchG im Geltungsbereich des Bebauungsplans. Aufgrund dessen sind keine vertiefenden Untersuchungen für diese Arten erforderlich. 
In der Gemeinderatsitzung am 17.02.2022 wurden die Bebauungsplanunterlagen, bestehend aus
a) dem zeichnerischen Teil im Maßstab 1: 500, gefertigt am 17.02.2022 von VTG Straub mbH,
b) dem Textteil, gefertigt am 17.02.2022 von VTG Straub mbH und
c) der Begründung, gefertigt am 17.02.2022 von VTG Straub mbH 
als Bebauungsplan-Entwurf beschlossen.
Der Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst insgesamt ca. 2,26ha. Dieser ist im Lageplan schwarz gestrichelt umrandet und befindet sich innerhalb der Gemarkung Lorch. Er wird begrenzt von den Flurstücken Nr. 257/1, 257/17, 257/16, 257/15, 257/14, 257/13, 257/12, 256 (Im Österle), 257/23, 258 (Kaiserstraße) und 257/2. Die Flurstücke Nr. 257/25 und 257 befinden sich innerhalb des Geltungsbereichs.
 
Geltungsbereich Bebauungsplan-Entwurf vom 17.02.2022
Die Stadt Lorch beabsichtigt die bauplanungsrechtlichen Grundlagen für die Steuerung einer Wohnbaulandentwicklung im Außenbereich zu schaffen; bauliche Entwicklungsmöglichkeiten sollen gesteuert werden. Der Bebauungsplan soll eine städtebaulich geordnete und klar strukturierte Entwicklung vollziehen, die sich an den bestehenden baulichen Anlagen orientiert und das Gesamtgefüge der bebauten Ortslage berücksichtigt.
Derzeit ist die Fläche im Flächennutzungsplan als geplante Wohnbaufläche ausgewiesen. Dies entspricht den geplanten Festsetzungen im Bebauungsplan. Der Bebauungsplan wird somit aus dem Flächennutzungsplan entwickelt. 
Die Verwaltung wurde beauftragt, die Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs.2 BauGB und die Beteiligung der Behörden gemäß § 4 Abs.2 BauGB durchzuführen.
Der Bebauungsplan-Entwurf, bestehend aus den o.g. Unterlagen [Nr. a) bis c)] liegen gemäß § 3 Abs. 2 BauGB in der Zeit vom 
04.03.2022 bis einschließlich 07.04.2022
im Rathaus Lorch, Hauptstraße 19, 73547 Lorch, während der üblichen Dienstzeiten zur allgemeinen Information der Öffentlichkeit öffentlich aus. Zusätzlich können gemäß § 4a Abs.4 BauGB die genannten Unterlagen während des Auslegungszeitraums über die Homepage der Stadt Lorch (https://www.stadt-lorch.de) bezogen werden.
Zeitgleich werden die berührten Behörden und betroffenen sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs.2 BauGB, sowie die Nachbargemeinden gemäß § 2 Abs.2 BauGB beteiligt und um Abgabe einer Stellungnahme gebeten.
Einwände, Anregungen und sonstige Hinweise können durch jedermann innerhalb der oben genannten Frist schriftlich oder zur Niederschrift sowie digital unter der oben genannten Adresse bzw. unter info@stadt-lorch.de abgegeben werden.
Ort und Dauer der öffentlichen Auslegung sind hiermit gemäß § 3 Abs. 2 Satz 2 BauGB ortsüblich bekannt gemacht.
Es wird weiter darauf hingewiesen, dass nicht während der Auslegungsfrist abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben können.
Ferner wird darauf hingewiesen, dass ein Antrag auf Normenkontrolle nach § 47 VwGO unzulässig ist, soweit mit ihm Einwendungen geltend gemacht werden, die vom Antragsteller im Rahmen der Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht wurden, aber hätten geltend gemacht werden können.

M. Funk, 
Bürgermeisterin