Stadt Lorch
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Ostalbkreis

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Dienstleistungen A - Z

Unter Dienstleistungen A - Z finden Sie eine Vielzahl wichtiger kommunaler und staatlicher Verwaltungsdienstleistungen und Vorgänge. Sie werden u. a. darüber informiert, an welche Stelle Sie sich wenden können, welche Unterlagen erforderlich sind oder welche Kosten entstehen.

Häufig gesuchte Dienstleistungen:


Kasse

Über die A - Z-Liste können Sie eine Vorauswahl nach dem Anfangsbuchstaben der von Ihnen gesuchten Dienstleistung treffen.

Verfahrensbeschreibungen

Umsatzsteuer - Jahreserklärung oder Voranmeldung abgeben

Die Umsatzsteuer wird auch Mehrwertsteuer genannt. Ihr unterliegen

  • Lieferungen und sonstigen Leistungen,
  • die Einfuhr von Gegenständen aus dem Nicht-EU-Drittland (die entstehende Einfuhrumsatzsteuer erhebt der Zoll) und
  • der Bezug von Waren aus den Ländern der Europäischen Union, dem Gemeinschaftsgebiet, sog. innergemeinschaftliche Erwerb).

Höhe der Steuer

  • Allgemeiner Steuersatz:19 Prozent
  • Ermäßigter Steuersatz: 7 Prozent Er gilt z.B. für die Lieferung von fast allen Lebensmitteln (ausgenommen Getränke und Gaststättenumsätze) sowie für den Personennahverkehr und die Lieferung von Büchern und Zeitungen.

Zuständige Stelle

Das Finanzamt, von dessen Bezirk aus das Unternehmen ganz oder überwiegend betrieben wird.

Voraussetzungen

  • Sie üben eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig aus.

Gewerblich oder beruflich ist jede Tätigkeit, die auf Dauer zur Erzielung von Einnahmen angelegt ist.

Die Fähigkeit, Unternehmer oder Unternehmerin zu sein, besitzen alle

  • natürlichen Personen (Einzelpersonen, die ein Unternehmen im Sinne des UStG betreiben, z.B. Einzelhändler, Handwerker, Hauseigentümer),
  • juristische Personen (z.B. AG, GmbH, Genossenschaften, eingetragene Vereine, Stiftungen) und
  • Personenvereinigungen (z.B. GbR, OHG, KG).

Verfahrensablauf

Umsatzsteuer-Jahreserklärung

Sie müssen für jedes Kalenderjahr eine Umsatzsteuererklärung elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Darin berechnen Sie die Umsatzsteuer selbst.

Falls Ihre Berechnung zu einer Nachzahlung führt, müssen Sie diese innerhalb eines Monats nach Abgabe der Jahreserklärung unaufgefordert an das Finanzamt bezahlen. Ein Erstattungsbetrag wird mit offenen Steuerbeträgen verrechnet oder Ihnen auf das Konto überwiesen, das Sie dem Finanzamt mitgeteilt haben. Einen Umsatzsteuerbescheid erhalten Sie nur, wenn das Finanzamt von der von Ihnen berechneten Umsatzsteuer abweicht.

Umsatzsteuer-Voranmeldung

  • Hat die die Umsatzsteuer für das vorangegangene Kalenderjahr mehr als 7.500 Euro betragen, müssen im laufenden Jahr monatlich Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgegeben werden.
  • Hat die Vorjahressteuer nicht mehr als 1.000 Euro betragen, kann Sie das Finanzamt von der Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen befreien. In diesem Fall ist nur eine Jahreserklärung abzugeben.
  • Wenn sich für das vorangegangene Kalenderjahr ein Überschuss zu Ihren Gunsten von mehr als 7.500 Euro ergeben hat, können Sie an Stelle des Kalendervierteljahres den Kalendermonat als Voranmeldungszeitraum wählen.
  • Wenn Sie als Gründerin oder Gründer eines Unternehmens erstmalig eine berufliche oder gewerbliche Tätigkeit aufnehmen, müssen Sie im Jahr der Unternehmensgründung und im folgenden Kalenderjahr monatliche Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgeben.

Sie müssen die selbst errechnete Steuer bezahlen.

Dauerfristverlängerung

Das Finanzamt kann die Frist für die Abgabe der Voranmeldungen und für die Entrichtung der Vorauszahlungen um einen Monat verlängern. Bei monatlicher Abgabe ist die Gewährung dieser Dauerfristverlängerung davon abhängig, dass eine Sondervorauszahlung geleistet wird. Sofern Sie für die Abgabe der laufenden Umsatzsteuer-Voranmeldungen eine Dauerfristverlängerung in Anspruch nehmen wollen), müssen Sie diese zuvor beim Finanzamt beantragen.

Verpflichtung zur authentifizierten elektronischen Übermittlung

Sie müssen die Umsatzsteuer-Voranmeldung sowie den Antrag auf Dauerfristverlängerung authentifiziert elektronisch an die Finanzverwaltung übermitteln.

Die Authentifizierung erfolgt durch das ELSTER-Zertifikat. Dieses Zertifikat hat die Funktion einer elektronischen Unterschrift und dient Sicherheitszwecken. Das Zertifikat soll die Vertraulichkeit, Authentizität (Identität des Absenders oder der Absenderin) und Integrität (Unveränderbarkeit des Dateninhalts) der gesendeten Daten sicherstellen.

Zur Erlangung des Zertifikats ist eine Registrierung im ELSTEROnline-Portal zwingend erforderlich. Der Registrierungsprozess umfasst mehrere Schritte, beispielsweise

  • Absenden der Registrierungsdaten,
  • Versenden einer Bestätigungs-Mail durch das ELSTEROnline-Portal,
  • Versenden des Aktivierungscodes durch Briefpost).

Wegen der notwendigen Bearbeitungsschritte wird angeraten, die Registrierung rechtzeitig vorzunehmen.

Zur elektronischen Übermittlung steht Ihnen das Programm Elster kostenlos zur Verfügung. Dort erhalten Sie auch nähere Erläuterungen zum Registrierungsprozess.

Härtefallregelung

Nur in begründeten Härtefällen kann das zuständige Finanzamt ausnahmsweise auf die elektronische Übermittlung verzichten. Die Inanspruchnahme der Härtefallregelung muss beim Finanzamt schriftlich beantragt und begründet werden. Falls diesem Antrag entsprochen wird, ist eine Übermittlung in Papierform zulässig.

Formulare

Wegen der grundsätzlichen Pflicht zur elektronischen Übermittlung werden die Vordrucke für die Umsatzsteuer-Voranmeldung nicht mehr im Formularangebot zum Ausdrucken auf Papier bereitgestellt. Nur für begründete Härtefälle werden von den Finanzämtern weiterhin Papiervordrucke vorgehalten.

Erforderliche Unterlagen

Es kann sein, dass Sie im Einzelfall neben der Umsatzsteuer-Voranmeldung beziehungsweise Umsatzsteuer-Jahreserklärung noch weitere Unterlagen vorlegen müssen, beispielsweise Eingangsrechnungen, Verträge oder Ähnliches.

Frist/Dauer

  • Umsatzsteuer-Jahreserklärung: bis spätestens 31.05. des Folgejahres

Sofern Sie die Hilfe eines Steuerberaters oder einer Steuerberaterin in Anspruch nehmen und diese Person die Erklärung anfertigt, gilt eine allgemein verlängerte Frist bis zum 31.12. des Folgejahres.

Aufgrund einer gesetzlichen Neuregelung verschieben sich ab dem Jahr 2019 - also erstmals für die Abgabe der Steuererklärung 2018 - die Abgabetermine um zwei Monate nach hinten (31.07. des Folgejahres bzw. im Fall der steuerlichen Beratung bis zum 28./29.02. des übernächsten Jahres).

  • Umsatzsteuer-Voranmeldung: spätestens bis zum 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums (Monat/ Vierteljahr)

Das Finanzamt kann auf Antrag die Frist für die Abgabe der Voranmeldungen und für die Entrichtung der Vorauszahlungen um einen Monat verlängern. Bei monatlicher Abgabe ist die Gewährung dieser Dauerfristverlängerung davon abhängig, dass Sie eine Sondervorauszahlung entrichten. Den Antrag auf Dauerfristverlängerung müssen Sie elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Informationen hierzu erhalten Sie unter der Internet-Adresse www.elster.de.

Sonstiges

Auf der Internetseite des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg ist eine Informationsbroschüre für Existenzgründer zum Download bereitgestellt. Darin werden auch umsatzsteuerliche Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Aufnahme einer unternehmerischen Tätigkeit ergeben, beantwortet. Informationen erhalten Sie auch bei Ihrem Finanzamt.

Kosten/Leistung

keine

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Finanzministerium Baden-Württemberg, vertreten durch die Oberfinanzdirektion Karlsruhe, hat dessen ausführliche Fassung am 25.08.2017 freigegeben.